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Stadtbienen im Anflug

Die Wiener Staatsoper hat es vorgemacht, immer mehr öffentliche und auch private Gebäude erweitern die Anzahl ihrer Bewohner um ein Vielfaches.

Allerdings spazieren die neuen "Mieter" nicht auf zwei Beinen durch die Eingangstüre, sondern brummen, mit Flügeln und Fleiß gewappnet, in die eigene städtische Behausung. Gemeint sind die zahlreichen Bienenvölker, die auf immer mehr Gebäuden in Wien ihre individuellen Stöcke bereitgestellt bekommen.

Ideales Umfeld für die Stadtbienen

Die Gärtnereien in Wien setzen vermehrt Blumenmischungen aus, die einen geeigneten Lebensraum für die Bienen bieten. Die vielen Grünflächen der Stadt und auch die vielen Gärten und Balkone laden die Tiere zum vielfältigen Schmaus. Wer also selbst einen Garten oder auch nur ein Blumenkisterl am Fensterbrett hat kann durch das Setzen unterschiedlicher Pflanzenarten den Lebensraum der Bienen aktiv mitgestalten. Informationen dazu gibt es bei der Stadt Wien.

Abgesehen davon ist ein Balkon in der Stadt ohnehin ein Stückerl Luxus, das man aber durchaus auch zu leistbaren Preisen findet – beim Standard zum Beispiel stechen da schon einige Wohnungen ins Auge, ganz Ambitionierte können sich sogar einen Balkon individuell anbauen lassen. Warum das städtische "Urlaubsdomizil" also nicht mit ein paar Bienen teilen?

Für die Dachgartenbesitzer und Leute, die irgendwo eine Freifläche oder einen Hinterhof zur Verfügung haben, haben die Stadtimker Wiens eine Initiative ins Leben gerufen, die sich für Erhaltung und Pflege von Bienenvölkern in der Stadt einsetzt. Durch eine "Standortspende" wird ein geeigneter Platz für ein Bienenvolk zur Verfügung gestellt, das dann kostenlos von den Imkern betreut wird. Geeignet sind mehr Orte, als man vielleicht erwarten würde – ermöglicht wird so ein persönlicher Beitrag zum Artenschutz.

Selbst sind die Hobbyimker

Wer sich selbst als Imker oder Imkerin versuchen möchte bekommt dazu Inspiration aus Deutschland. Der Verein Mellifera hat die gemeinnützige Initiative Bienenkiste ins Leben gerufen, bei der im eigenen Garten in der selbstgebauten Kiste einen Bienenvolk betreut werden kann. Hierfür ist allerdings etwas mehr Platz notwendig, die Erfahrungsberichte der Hobbyimker versprechen aber sehr zufriedenstellende Erlebnisse – das erste eigene Honigbrot bleibt da wohl unvergesslich.

Konkrete Informationen zur Bienenzucht in Wien gibt’s von der Stadt, diese sollten vor dem Start der eigenen Hobby-Imkerei beachtet werden.

Ein eigener Beitrag zum Ökosystem

Wer nun also schon einen Balkon besitzt oder diesen als unbedingtes Kriterium bei der Wohnungssuche festgelegt hat kann den privaten Mini-Garten gleich mit ein paar Bienen teilen. Wie wichtig Bienen für den Fortbestand des Ökosystems sind ist in den letzten Jahren deutlich gezeigt worden und die Möglichkeiten, dazu einen Beitrag zu leisten, sind vielfältig und teilweise einfach umzusetzen – und dadurch mindestens so verlockend wie ein frisch gestrichenes Honigbrot.