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Änderungen durch die Steuerreform 2015/16 für Vermieter einer Eigentumswohnung

ÖVI
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Am 7.7.2015 wurde das Gesetzespaket zur Steuerreform 2015/2016 im Plenum des Nationalrates beschlossen.

Sicht eines Vermieters einer Eigentumswohnung:

Bei vermieteten Immobilien ändert sich die Basis für die laufende Ertragsbesteuerung

Als (nicht abschreibbarer) Grundwert sind ab 2016 ohne Nachweis 40 % (bisher 20%) der Anschaffungskosten bei der privaten Vermietung auszuscheiden. Dies soll aber dann nicht gelten, wenn die tatsächlichen Verhältnisse offenkundig erheblich davon abweichen. Eine derzeit noch in Ausarbeitung befindliche Verordnung des Finanzministeriums wird auch ein anderes Aufteilungsverhältnis erlauben- eine Differenzierung nach Art der Bebauung und Lage (20/80 oder 30/70). Der Gesetzestext gibt hier noch zu wenig konkrete Anhaltspunkte.

Die Abschreibung ist auch für alle bestehenden, vermieteten Gebäude entsprechend anzupassen.

Der Verteilungszeitraum für Instandsetzungsaufwendungen (bzw bei Option für Instandhaltungsaufwendungen) für Wohngebäude wird von 10 auf 15 Jahre verlängert. Für bereits in der Vergangenheit getätigte Instandsetzungsaufwendungen verlängert sich der Verteilungszeitraum ebenfalls entsprechend.

Sollte der Vermieter diese investitionsfeindliche Sichtweise der Finanz nicht goutieren: er kann ja verkaufen. Zu bedenken ist aber, dass auch die Immobilienertragssteuer ab 2016 auf 30% (des Veräußerungsgewinns) erhöht wird. Der 2%ige Inflationsabschlag, der bei der Veräußerung ab dem 11. Besitzjahr bislang geltend gemacht werden konnte, entfällt in Zukunft.


Mit freundlicher Unterstützung der ÖVI – die Stimme der Immobilienwirtschaft www.ovi.at