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Den richtigen Makler finden

Wem vertraue ich mein Objekt zum Verkauf an?

Ist man in der glücklichen Lage, eine Immobilie verkaufen zu können, steht die Wahl eines geeigneten Maklers/einer geeigneten Maklerin an. Die Vorteile: man kann den Verkauf in professionelle Hände legen und muss sich nicht selbst um Besichtigungen, Überprüfungen und Rechtliches kümmern. Dazu braucht es aber einen seriösen, erfahrenen und vertrauensvollen Makler – um den zu finden haben wir Kriterien und Fragen zur Orientierung bei der Maklerauswahl zusammengestellt.

Wo finde ich die Makler?

So wie in praktisch allen Bereichen spielt sich die Immobilienvermittlung hauptsächlich online ab. Auf den gängigen Plattformen stammen die meisten Inserate von Maklern, Maklerinnen oder Maklerbüros. Meistens gibt es auf diesen Seiten auch Anbieterprofile, wo man die Anzahl der Objekte und zumindest einen Link zur entsprechenden Homepage findet. Quasi jeder Makler hat auch eine eigene Webpräsenz – die Auswahl ist riesig, der Überblick schwer.


Homepage als Visitenkarte, voller Einsatz im Netz

Darum gilt auch bei Maklern dasselbe wie im übrigen Netz: die Homepage steht für das Angebot. Aufbau, Inhalte und Angebote der Webpage sollten ansprechend aufbereitet und das Design einheitlich sein – Stichwort Corporate Design. Der Kontakt zum Makler sollte einfach möglich sein, idealerweise findet man auch zusätzliche Infos zur Person und zu den Maßnahmen, die bei Auftrag für den Kunden gesetzt werden.

Das Angebot sollte klar und transparent sein und man sollte schon auf der Website erkennen können, welche Spezialisierungen (z.B. auf eine bestimmte Region oder Objektart) vorliegen und ob diese zum eigenen Verkaufsobjekt passen. Hat der Makler viel Erfahrung in einem bestimmten Bereich weiß er genau, wie das Objekt am besten beworben und verkauft werden kann. Präsentiert er oder sie den Markt transparent und beantwortet Fragen zu Entwicklungen und Preistendenzen ist das ein gutes Zeichen.

Auf der Website sollte man herausfinden können, mit welchen Partnern und Plattformen der Makler kooperiert – daraus lässt sich erkennen, wo dann auch das eigene Objekt beworben wird. Kooperationspartner und Referenzobjekte können natürlich auch etwas über Ausrichtung des Angebots und Einstellung des Maklers verraten.

Auf den Portalen kann man auch einen Blick darauf werfen, wie der entsprechende Makler Inserate gestaltet und sich überlegen, ob sie ansprechend und überzeugend wirken.


Offizielle Qualitätssicherung

Fragen Sie nach einem Maklerausweis – in Österreich gibt es die Immobiliencard für gewerblich berechtigte Immobilientreuhänder als Qualitätssiegel. Außerdem werden z.B. die besten Wiener Makler mit dem Immy ausgezeichnet. Gute Referenz ist auch die Mitgliedschaft in Berufsverbänden und Vereinigungen.


Der persönliche Kontakt – Fragen über Fragen

Hat man bei einem Makler oder einer Maklerin ein gutes Gefühl (denn auch das gehört dazu) sollte man ihn oder sie im persönlichen Gespräch kennen lernen. Professionelles Auftreten ist Grundvoraussetzung, ebenso sollte es ein seriöses Büro geben.

Wer den potenziellen Kunden tagelang auf ein Antwortmail oder einen Rückruf warten lässt wirkt unprofessionell, die Kontaktaufnahme sollte rasch und verlässlich funktionieren und der Makler gut erreichbar sein.

Im Gespräch gilt es, gezielt die richtigen Fragen zu stellen: wie läuft der Auftrag ab? Welche konkreten Schritte werden gesetzt? Welche Maßnahmen trifft er oder sie zur Vermarktung, welche Portale und Kanäle genutzt? Welche Referenzen werden vorgewiesen? Wie sieht die Provision aus? Hat man die Möglichkeit, die Inserate mitzugestalten?

Fragen Sie auch nach, wie die Besichtigungstermine ablaufen – Massenbesichtigungen sind nicht ideal, denn auch für potenzielle Käufer soll der Makler sympathisch und seriös sein. Klären Sie ab, ob Sie bei den Besichtigungen anwesend sein sollen oder dürfen (sofern Sie das wollen) und welche genauen Informationen und Unterlagen er von Ihnen zum Objekt benötigt.

Für die Antworten sollte sich der Makler genügend Zeit nehmen – geben Sie sich nicht mit schnellen und unzureichenden Antworten ab, es geht um Ihr Objekt.

Das Angebot muss transparent, nachvollziehbar und konkret sein. Schwammige Formulierungen sind ein No-Go, hier sollte man gezielt nachfragen und einfordern. Klären sie auch ab, wie die laufende Betreuung nach Vertragsabschluss aussieht und welche Berichte und Infos über Interessenten sie erhalten.

Prüfen Sie das Angebot sorgfältig und ziehen Sie bei Unsicherheiten auch einen externen Rechtsberater oder Experten zu Rate. Prüfen Sie für den Fall, dass Fehler passieren, auch, ob der Makler selbst (haftpflicht)versichert ist.


Vermittlungsauftrag, Provision und Preisberechnung

Den Preis für das zu verkaufenden Objekt sollte man von einigen unterschiedlichen Maklern unverbindlich einschätzen lassen, um einen Vergleichswert zu haben. Außerdem kann man in den Onlineportalen nach ähnlichen Angeboten suchen, um sich eine eigene Preisvorstellung zu machen.

Der Makler sollte auf Ihre Preisvorstellungen eingehen, Ihnen aber auch ein realistisches Bild vom Markt und den Möglichkeiten geben.

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, den Makler zu beauftragen: mit einem allgemeinen Vermittlungsauftrag und mit einem Alleinvermittlungsauftrag.

Beim allgemeinen Vermittlungsauftrag kann man mehrere Makler mit der Vermittlung des Objektes betrauen – Provision bekommt derjenige, der das Objekt auch tatsächlich vermittelt. Das hat den Vorteil, dass von unterschiedlichen Seiten geworben wird, dafür entsteht unter Umständen auch Konkurrenz – oder keiner der Makler kümmert sich ambitioniert um das Objekt. Allerdings hat man so auch die Möglichkeit, das Objekt selbst zu verkaufen, wenn man persönlich auf Interessenten trifft.

Beim Alleinvermittlungsauftrag wird das Objekt einem einzelnen Makler exklusiv zur Vermittlung gegeben. Dieser Vertrag wird zeitlich vorerst auf sechs Monate begrenzt und kann individuell verlängert werden. Der Makler ist dadurch motiviert, vollen Einsatz zu zeigen, andere Vermittlungsangebote kann man in der Vertragslaufzeit allerdings nicht in Anspruch nehmen.

Ausführliche Informationen zum Maklervertrag und zu den Pflichten von Makler und Auftraggeber bietet der Österreichische Verband der Immobilienwirtschaft.

Provisionsgestaltung

  • Provision wird nur bezahlt, wenn ein Mietvertrag zustande kommt! Vorauszahlungen sollte man nicht zustimmen bzw. sie nicht tätigen!

Weiterführende Informationen zur Gestaltung von Provisionen und weitere Maklerpflichten gibt’s von der Arbeiterkammer Wien.


Fazit: achten Sie auf Ihren persönlichen Eindruck. Wenn es um einen Verkauf und vielleicht hohe Verkaufssummen geht muss das Miteinander stimmen und ein Vertrauen in die Kompetenz des Maklers oder der Maklerin bestehen. Stellen Sie viele Fragen und machen Sie sich ein umfassendes Bild – und vergleichen Sie unterschiedliche Anbieter, bevor Sie Ihren Auftrag vergeben und auf die ersten Käufer warten.