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Immobilien richtig inserieren

Das Internet bietet mit seinen Immobilien-Plattformen viele Möglichkeiten, Immobilien privat und vor allem kostenlos zu inserieren – verkauft ist das Objekt damit aber noch nicht automatisch.

Das Immobilieninserat ist quasi das Schaufenster, in dem Sie Ihre Ware anbieten. Dabei geht’s aber nicht nur darum, etwas gut in Szene zu setzen, denn im Inserat sollten die richtigen und notwendigen Informationen geliefert werden.

Was es beim Erstellen von Inseraten zu beachten gibt haben wir in einem Leitfaden zusammengefasst.


Aussehen ist alles …

… stimmt bei Immobilieninseraten nur bedingt. Denn wer ernsthaft nach einem passenden Objekt sucht braucht mehr als schöne Fotos (obwohl auch die relevant sind – mehr dazu später). Eine Immobilie ist eine Investition bzw. bedeutet die Wohnung Lebensraum, deshalb will man als Suchender so viele Informationen wie möglich über das Wunschobjekt haben. Aussehen und Informationsgehalt des Inserats gehen also Hand in Hand.

Wichtig: geben Sie die Kontaktdaten deutlich an, also den ganzen Namen und eine Nummer oder Emailadresse, unter der Sie gut erreichbar sind. Den Posteingang sollten Sie auch täglich checken, sonst sind die Interessenten schnell weg.

Beim Privatinserat sollten Sie darauf hinweisen, dass keine Vermittlungsgebühr bzw. Maklerprovision anfällt.

Geben Sie auch die Adresse des Objektes so genau wie möglich an – viele Immobilienbörsen haben als Feature eingebaut, das automatisch einen Kartenausschnitt mit dem Standort anzeigt.


Bausteine für’s Inserat – die Pflicht

Die Angel werfen Sie mit dem Inseratstitel aus: verzichten Sie auf unrealistische Superlative und Übertreibungen, bleiben Sie stattdessen konkret und beschreibend. Es ist ärgerlich, wenn der Titel etwas verspricht, was dem Objekt in der Detailansicht nicht entspricht.

Im Titel können Sie auf die Lage (z.B. "Modernes Einfamilienhaus am Rande Wiens"), Preis ("Provisionsfrei") oder Eigenschaften ("Neu renoviert") hinweisen oder auch direkt eine Zielgruppe ansprechen ("Für Singles: Wohnung im Zentrum", "Familientraum: Haus mit großzügigem Garten in …"). Überlegen Sie sich, für wen Ihr Objekt interessant sein könnte!

Dann geht’s um Fakten: wo, wie groß, wie viel? Das sind nur einige Fragen, die sich Wohnungssuchende stellen.

Geben Sie die Art des Objektes (Haus, Wohnung, …), die genaue Adresse, die Gesamt- und Wohnfläche und wenn vorhanden Garten- und Kellerfläche sowie den Kauf- oder Mietpreis an. Liefern Sie außerdem Informationen zur Ausstattung (wie Lift, Kellerabteil, Mitbenutzung von Garage etc.). Diese Details sind meistens genauso per Klick auszuwählen wie Eigenschaften des Objekts wie Alt- oder Neubau, Erstbezug, vorhandene Einrichtung usw. Geben Sie auch das Baujahr des Objektes an, das besagt nämlich, welches Mietrechtsgesetz für das Objekt gilt.

Erleichtern Sie Interessenten die Recherche und zeigen Sie Transparenz, indem Sie die relevanten Informationen schon im Inserat liefern.

Checkliste:

Angeben sollten Sie auf jeden Fall:

  • Objektart (Haus, Mietwohnung, …)
  • Genaue Adresse
  • Nutz- und Wohnfläche
  • Wenn vorhanden auch Keller- oder Gartenfläche
  • Zimmeranzahl
  • Kauf- oder Mietpreis
  • Betriebskosten


Eigenschaften

  • Verfügbar ab
  • Alt- oder Neubau
  • Baujahr
  • Erstbezug
  • Heizungsart
  • Bodenart (Parkett, Laminat)


Ausstattung

  • Lift
  • Keller
  • Terrasse/Loggia etc.
  • Garage


Seit einiger Zeit müssen auch Angaben aus dem Energieausweis in Inseraten angeführt werden. Darin sind Kennwerte zum Energiebedarf des Hauses vermerkt und er ist bei Verkauf sowie bei Vermietung verpflichtend anzugeben. Bei einer Wohnung in einem Wohnhaus gibt es in der Regel einen Energieausweis für das gesamte Gebäude (bei der Eigentümergemeinschaft nachfragen), bei Einfamilienhäusern oder ähnlichen Objekten muss ein individueller Ausweis vorliegen.

Im Inserat müssen verpflichtend der Heizwärmebedarf HWB (Energiekennzahl) und der Gesamtenergieeffizienz-Faktor (fGEE) angegeben werden.


Objektbeschreibung – die Kür

Neben den "harten Fakten" zu Objekt können Sie weitere Informationen in der Objektbeschreibung liefern. Hier ist Platz für alles, was in den Pflichtangaben noch nicht genannt wurde. Generell gilt: fragen Sie sich, was Sie selbst gerne über ein Objekt wissen wollen würden!

Beschreiben Sie die Wohnung in klaren Worten, beschreiben Sie den Zustand und die Ausstattung des Objektes genauso wie Lage und Infrastruktur. Ist die Wohnung WG-tauglich? Wie ist die Wohnung aufgeteilt? Sind Haustiere erlaubt? Wie ist die Anbindung an den öffentlichen Verkehr? Ist die Lage ideal für eine junge Familie oder liegt die Wohnung zentral und ist dadurch gut für Geschäftsleute geeignet? Handelt es sich um ein Energiesparhaus, das sparsamen Menschen eine Freude machen würde?

Überlegen Sie sich, warum Sie selbst sich für das Objekt entschieden haben und welche Vorzüge es Ihnen gebracht hat.

Wenn Sie ein WG-Zimmer inserieren erzählen Sie auch etwas über sich bzw. die Mitbewohner, das Miteinander hat in dieser Wohnform einen großen Einfluss auf die Wahl.

Achten Sie darauf, ob die Plattform eine maximale Zeichenanzahl für den Beschreibungstext vorschreibt und reduzieren Sie gegebenenfalls auf die überzeugenden Details.

Und – beweisen Sie Mut zum Makel! Auch kleine Mängel sollten genannt werden – jeder Suchende weiß, dass kein Objekt perfekt ist. Diese Details können ruhig erwähnt werden, das zeugt von Transparenz. Kehren Sie trotzdem die Vorzüge in den Vordergrund und zeigen Sie, warum diese die Mängel ausgleichen.


Zeigen Sie die besten Seiten

Geben Sie mit guten Fotos ein umfassendes Bild des Objektes – Bilder wirken stärker als Worte und erwecken Aufmerksamkeit.

Wenn Sie die Fotos selbst machen achten Sie bei Außenaufnahmen auf gutes Licht und wählen Sie einen Blickwinkel, in dem keine herumstehenden Objekte wie Straßenschilder das Bild stören.

Für die Innenaufnahmen nehmen Sie sich Zeit, die Räume davor aufzuräumen – das wirkt seriös und macht einen sympathischen Eindruck. Zeigen Sie die Räume so, dass man einen guten Eindruck von der Wohnung oder dem Haus bekommt. Wurde ein Teil des Objektes gerade frisch renoviert? Zeigen Sie diese Gustostückerln auch her!

Überlegen Sie sich, ob für das Motiv Hoch- oder Querformat besser geeignet ist und machen Sie digitale Fotos – gescannte Bilder machen heutzutage keinen seriösen Eindruck.

Fügen Sie außerdem einen (gescannten) Grundriss bzw. Wohnungsplan hinzu, das erleichtert es, sich die Wohnung vorzustellen.

Zu guter Letzt: Wählen Sie ein ansprechendes Titelbild! Das ist der Blickfang und sollte auch in einer Liste von Inseraten ansprechend wirken.


Die Hausaufgaben – Inserat und Interessenten betreuen

Achten Sie, nachdem das Inserat online gegangen ist, auf die Laufzeit und verlängern Sie es bei Bedarf. Reagieren Sie auf Anfragen rasch und seien Sie unter den angegebenen Kontaktdaten erreichbar.

Wenn sich Interessenten melden kümmern Sie sich um geeignete Besichtigungstermine (ideal nachmittags und abends) und nehmen Sie sich genug Zeit für Fragen! So sollte einem Verkauf oder einer raschen Vermietung nicht mehr im Weg stehen!